bei Hamburg in Ammersbek

Methoden-Schatzkiste

für das Einzelcoaching
und zur Vorbereitung auf die Familien-Dialoge

Für die Einzelbegleitung gehe ich nach dem Profilax-Modell vor und nutze die Werkzeuge in Absprache mit Ihnen, die zu Ihnen passen.

  • emotionsfokussierte und traumasensible Gesprächsführung
  • Der Weg zu Ihren Eltern und Ahnen zunächst im Einzelsetting nach der Methode 
    "Erlösung des Schicksals in 15 Schritten"
  • systemische Aufstellungsarbeit
  • innere-Kind-Arbeit
  • Time-Line-Formate und anderes aus dem NLLP
  • Emotionsfokussierte und traumasensible Methoden
  • EMDR (Trauma-Arbeit)
  • Transformationstherapie nach Robert Betz
  • Pferdegestütztes systemisches Coaching nach der EQS-Methode von A. Lohr

Hinter vielen Schieflagen in unserem Leben stecken Traumata

Traumata sind Erlebnisse, die uns von unseren Verarbeitungsmöglichkeiten erst einmal überwältigen. Kann die dafür bereitgestellte Energie wieder entladen werden, hinterlassen sie keine bleibenden Schäden. Wenn wir die für die Kampf- oder Fluchtreaktion bereit gestellte Energie nicht wieder entlassen können oder in einer Art Starre verharren, wenn wir allein damit waren und wir die Erfahrung nicht gut verarbeiten konnten, können Schockerlebnisse wie Unfälle, Operationen u.a. zu Schocktraumata führen. Traumatische Erfahrungen mit Beziehungspersonen können darüber hinaus zu Entwicklungs- bzw. Bindungstraumata führen.

Was sind Entwicklungs- und Bindungstrauma?

Wenn es einem Kind wiederholt oder über längere Zeit nicht gelingt, emotionalen Kontakt zur Mutter oder zum Vater aufzubauen, erleiden Kinder mitunter sog. Bindungstraumata. Das bedeutet, sie bleiben emotional allein, ihre Versuche, Bindung her zu stellen, laufen ins Leere. Häufig passiert so etwas, wenn die Eltern selbst traumatisiert wurden, wenn sie z. B. früh einen Elternteil oder ein Kind verloren haben, wenn sie überfordert oder (psychisch) krank sind oder selbst nie eine gesunde Beziehung kennen gelernt haben. In diesen Zuständen können Eltern die Bedürfnisse ihrer Kinder nicht richtig erkennen und nicht adäquat auf sie eingehen. Manchmal haben traumatisierte Eltern sogar das Gefühl, unter ihren Kindern zu leiden, obwohl diese nur ihre gesunden kindlichen Bedürfnisse äußern. 

Wenn die Bezugsperson immer wieder oder für längere Zeit nicht verfügbar ist oder wenn sie Angst auslöst, beschämt oder verachtet oder wenn die Wut der Eltern überwältigend ist oder Kinder misshandelt oder psychisch oder körperlich missbraucht werden, kommen Kinder in Übererregungszustände von Angst, Schmerz, Trauer oder Ohnmacht, die sie nicht mehr regulieren können.

Schutz-Strategien 

Damit ein Kind diese Erfahrungen psychisch überleben kann, versucht es sich irgendwie so anzupassen, dass es in seiner Familie zurecht kommt. Dazu muss es Teile von sich abspalten und es entwickelt Schutzstrategien. Zum Beispiel sagt es sich: 

  • Ich mache was du willst, ich stelle mich in deinen Dienst und habe nichts Eigenes mehr.
  • Ich kann alles alleine und brauche niemanden.
  • Ich lasse mir nicht mehr in die Karten schauen und zeige dir nicht, wie es in mir aussieht, so werde ich nicht verletzt.
  • Ich kontrolliere dich, dann fühle ich mich sicherer.
  • Ich verachte andere und greife an, dann bin ich größer als sie.
  • Ich ziehe mich zurück und gehe aus der Nähe

Oft laufen unsere Strategien unbewusst ab. Sie dienen uns, nicht mit dem Trauma in Kontakt zu kommen, erschweren aber oft die Beziehungen zu anderen.

Wie war Ihre Kindheit?

Damit eine Strategie gelingt, mussten wir als Kind unsere Gefühle teilweise unterdrücken und wegschließen, manchmal sogar unsere Kindheitserinnerungen. Wir glauben dann: "Es war nicht so schlimm. Ich hatte eine schöne Kindheit". Wir haben also nicht immer bewussten Zugriff auf Erlebnisse und Gefühle, die uns geprägt haben, aber unser Körper erinnert es, weil es im limbischen System unseres Gehirns abgespeichert ist.

Kennst du Wunden deiner Kindheit und die Kraft, die daraus vielleicht auch entstanden ist?

Traumata führen also zu einer "Trauma-Verleugnung", d. h. viele Menschen können ihren damaligen Schmerz als Kind, ihr damaliges Opfersein, nicht mehr spüren. Sie entwickeln stattdessen als Erwachsener Opferhaltungen: Die Wahrnehmung verschiebt sich, unser Gegenüber, also Partner/innen, Kolleg/innen, Freunde/innen werden als Verursacher unseres Leids erlebt. 
Aus diesen Opferhaltungen heraus, bei der ein Mensch keine Verantwortung für seine eigenen Emotionen übernehmen kann, können sich wiederum Täterhaltungen entwickeln, wie das folgende Beispiel zeigt.

Wie wir vom Opfer zum unbewussten Täter werden

 Wenn traumatisierte Menschen, also einstige Opfer, Eltern werden, ohne ihre Traumata geheilt zu haben, werden sie an ihren Kindern (oder Partner/innen) oft unbewusst zu Tätern. Manche Menschen erkennen das im Nachhinein, sie bereuen, dass ihnen die Hand ausgerutscht ist oder sie ihr Kind angeschrien haben und nehmen sich vor, es nicht wieder zu tun. Und doch erleben sich manche Eltern dabei, dass das Weinen oder die Wut ihres Kindes sie so triggert, dass bei ihnen selbst Emotionen hochkommen, die ihnen die Selbstregulation schwer machen, so dass sie ihre Kinder anschreien oder Schlimmeres tun obwohl sie sich fest vorgenommen haben, es nicht zu tun. Sie wollten es doch so gern besser machen als ihre Eltern.

Warum können andere Menschen und besonders jemand aus meiner Familie mich so triggern?

Uns nahe stehende Menschen können alte unschöne Gefühle in uns hervorrufen, weil wir bei ihnen besonders verletzbar sind. Wir wünschen uns von nahe stehenden Menschen oft das, was wir als Kind zu w enig bekommen haben: Halt, Sicherheit, Nähe, Verbundenheit, Anerkennung, Würdigung, Freiheit, Einfluss oder Empathie.  Um zu vermeiden, dass wir wieder mit den Emotionen von Angst, Trauer, Scham, Schuld, Ärger oder Verachtung in Kontakt kommen, je nachdem was früher am schlimmsten für uns war,  begegnen wir unseren Mitmenschen mit unseren meist unbewussten Strategien, denn als Kind schon haben wir gelernt wie Beziehung geht. Und diese Schutzstrategien führen dazu, dass wir uns nicht in der emotionalen Tiefe vor unseren Lieben zeigen. Lieber streiten wir oder uns ziehen uns zurück, als dass wir unseren alten Wunden wieder begegnen und uns so fühlen wie damals.

Was die Umwelt oder unser Körper uns spiegelt?

 Leider - oder vielleicht zum Glück -  zeigt uns unser Körper oder unsere Umwelt, also Menschen unserer Familie, Kolleg/innen, Freund/innen durch sein/ihr Verhalten, dass unsere Schutzstrategien von damals für gesunde Beziehungen nicht bestens geeignet sind. Damals haben die Schutzstrategien uns quasi das Leben gerettet. Heute stehen sie uns für gesunde Beziehungen oft im Weg. Um Beziehungen zu Menschen leicht leben zu können, dürfen wir uns also noch einmal mit den weggesperrten, kindlichen Emotionen verbinden, ihre Energie aus dem Körper nach und nach entlassen und sie durch korrigierende Erfahrungen heilen. Sich dabei begleiten zu lassen kann eine schöne und heilsame Erfahrung sein. 

Warum Coaching?

Ich meine, man muss nicht alles allein machen. Der beste Chirurg kann sich nicht selbst operieren.
Coaching mit Pferden
Das Coaching mit Pferden kann bei bestimmten Prozessen hilfreich sein und eine riesige Ressource darstellen, denn Pferde können sehr fein wahrnehmen, sie können den Menschen spiegeln und helfen zu fühlen, wann etwas stimmig ist. Um die Pferde in Ihr Coaching mit einzubeziehen benötigen Sie keine Pferdeerfahrung.

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