bei Hamburg in Ammersbek


 Traumasensible Paarberatung

 Mit Ansätzen der Traumasensiblen Paartherapie unterstütze ich Sie dabei, aus dem Streit auszusteigen, Ihre Paar-Dynamik zu beleuchten und die meist tiefer liegenden Gründe Ihrer Konflikte zu verstehen. Damit können Sie Ihr Konfliktmuster erkennen und lösen und sich miteinander wieder verbunden und sicher fühlen. 


All das beinhaltet die Traumasensible Paarberatung


Im Laufe Ihres gemeinsamen Prozesses kann etwas Großes und Wundervolles geschehen: Dass sie ihre Liebe füreinander wieder finden und 
lernen, einander sowohl zu nehmen als auch zu lassen. 

Trauma- und Bindungsforschung 

Zusammen mit dem Verständnis für Traumata und der Bindungsforschung und einer emotionsfokussierten Begleitung hat sich die traumasensible Paartherapie nach Dr. Klees für mich als die hilfreichste Form der Paarberatung erwiesen. Hier finden Sie kompetente Hilfe.

 

Was hat ein Trauma der Kindheit mit Partnerschaft zu tun?

 
Vielleicht fragen Sie sich, was Traumata der Kindheit mit Partnerschaft zu tun haben?
Die Wunden der Kindheit wirken bis in die Paarbeziehung hinein. So sind Partnerschaften von Menschen, die in jungen Jahren Entwicklungs-oder Bindungs-Trauma erlebt haben, oft von Krisen, Streit, Dramen und sexuellen Konflikten geprägt.

Was hat Streit mit Trauma zu tun? 

 Sehr viele Menschen haben Entwicklungstrauma erlebt, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wenn Paare in Krisen stecken, wird mitunter gestritten, verachtet, verhöhnt, erpresst, mit Trennung gedroht oder sich zurück gezogen. Das Leid für beide ist groß. Manchmal scheint es, als wenn die "inneren traumatisierten Kinder" heute als Erwachsene den/die Partner/in als genauso grausam erleben, wie es sich einst in manchen Situationen der Kindheit angefühlt hat. 

 Methoden der Traumasensiblen Paartherapie

Jedes Paar ist individuell und einzigartig.
Es gibt also viele unterschiedliche Werkzeuge in der traumasensiblen Paarberatung, die für ein Paar hilfreich sein können. Welcher Aufbau und Ablauf sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen  Anliegen des Paares und vom persönlichen Prozess ab. Hier können Sie einen Blick in die Schatzkiste der Traumasensiblen Paartherapie werfen:

Methoden-Schatzkiste

Was passiert bei Streit im Gehirn?

Die Methoden der TSPT beziehen Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft mit ein, die Erklärungen für die Prozesse im Gehirn bietet, wie es zu den immer wieder kehrenden Beziehungsmustern eines Paares kommt. Oft zeigt sich in der Beziehung eine Reinszenierung zurückliegender Beziehungserfahrungen als Kind. Nach dem Verstehen und dem Erfühlen, braucht es oft eine Art Training, um nicht gewohnheitsmäßig ins alte Muster zu fallen, sondern mit dem Partner in Verbindung zu bleiben und im Nervensystem reguliert bleiben zu können. 

Das Paar-Training unterstützt Sie dabei, nicht mehr in alte Streitmuster zu verfallen und Nähe und Verbundenheit zulassen zu können.
Was sind Traumata?

Traumata sind Erlebnisse, die zu heftig für unser Nervensystem sind, als dass sie gut allein verarbeitet werden können. Schockerlebnisse wie Unfälle oder Katastrophen können zu Schocktraumata führen. Traumatische Erfahrungen mit Beziehungspersonen, die uns eigentlich schützend zur Seite stehen sollten, können zu Entwicklungs- bzw. Bindungstraumata führen.

Bin ich falsch? Oder ist mein Partner der Falsche?

Mit den Methoden aus der Traumasensiblen Paartherapie nach Dr. Klees können Paare unbewusste Bindungs- und Schutzmuster aufdecken, die in der Kindheit entstanden sind. Es ist oft erleichternd für die Paare zu erkennen, dass sie nicht "falsch" sind oder dass der*die andere nicht "falsch" ist und dass sie sich nicht zu wenig lieben, sondern dass es die Traumata ihrer Kindheit sind, die die Krisen in der Beziehung auslösen und dass sie sich gegenseitig dabei unterstützen können, diese Wunden zu heilen.

Was sind Bindungstrauma?

Wenn es einem Kind wiederholt oder über längere Zeit nicht gelingt, emotionalen Kontakt zur Mutter oder zum Vater aufzubauen, erleiden Kinder mitunter sog. Bindungstraumata. Das bedeutet, sie bleiben emotional allein, ihre Versuche, Bindung her zu stellen, laufen ins Leere. Häufig passiert so etwas, wenn die Eltern selbst traumatisiert wurden, wenn sie z. B. früh einen Elternteil oder ein Kind verloren haben, wenn sie überfordert oder (psychisch) krank sind oder selbst nie eine gesunde Beziehung kennen gelernt haben. In diesen Zuständen können Eltern die Bedürfnisse ihrer Kinder nicht richtig erkennen und nicht adäquat auf sie eingehen. Manchmal haben traumatisierte Eltern sogar das Gefühl, unter ihren Kindern zu leiden, obwohl diese nur ihre normalen kindlichen Bedürfnisse äußern.

Wenn die Bezugsperson immer wieder oder für längere Zeit nicht verfügbar ist oder wenn sie Angst auslöst, beschämt oder verachtet oder wenn die Wut der Eltern überwältigend ist oder Kinder misshandelt oder sexuell missbraucht werden, kommen Kinder in Übererregungszustände von Angst, Schmerz, Trauer oder Ohnmacht, die sie nicht mehr regulieren können.

Damit ein Kind diese Erfahrungen psychisch überleben kann, versucht es sich anzupassen. Dazu muss es Teile von sich abspalten und es entwickelt Schutzstrategien. Zum Beispiel sagt es sich:

  • Ich mache was du willst, ich stelle mich in deinen Dienst und habe nichts Eigenes mehr.
  • Ich kann alles alleine und brauche niemanden.
  • Ich lasse mir nicht mehr in die Karten schauen und zeige dir nicht, wie es in mir aussieht, denn so werde ich nicht verletzt.

Was bedeutet es für mich, eine Schutz-Strategie zu haben?

Meist wissen wir nicht einmal um unsere Schutzstrategie - sie läuft unbewusst ab.
Damit eine Strategie gelingt, mussten wir als Kind unsere Gefühle teilweise unterdrücken und wegschließen, manchmal sogar unsere Kindheitserinnerungen. Wir glauben dann: "Es war nicht so schlimm. Ich hatte eine schöne Kindheit". Wir haben also nicht immer bewussten Zugriff auf Erlebnisse und Gefühle, die uns geprägt haben, aber unser Körper erinnert es, weil es im limbischen System unseres Gehirns abgespeichert ist.

Traumata führen also zu einer "Trauma-Verleugnung", d. h. viele Menschen können ihren damaligen Schmerz als Kind, ihr damaliges Opfersein, nicht mehr spüren. Sie entwickeln stattdessen als Erwachsener Opferhaltungen: Die Wahrnehmung verschiebt sich und der*die Partner*in wird als Täter erlebt. Manchmal haben Paare dann den Eindruck, dass der*die jeweils andere "mit Absicht" emotional verletzt, dabei handelt der*die andere oft auch nur unbewusst aus seiner Schutzstrategie heraus. Man hat vielleicht das Gefühl, allein der Partner sei schuld am eigenen Leid oder an der eigenen Wut.

Aus diesen Opferhaltungen heraus, bei der ein Mensch keine Verantwortung für seine eigenen Emotionen übernehmen kann, können sich wiederum Täterhaltungen entwickeln, wie das folgende Beispiel zeigt.

Beispiel: Aus Opfer wird Täter

Wenn traumatisierte Menschen, also einstige Opfer, Eltern werden, ohne ihre Traumata geheilt zu haben, werden sie an ihren Kindern (oder Partner*innen) oft unbewusst zu Tätern. Manche Menschen erkennen das im Nachhinein, sie bereuen, dass ihnen die Hand ausgerutscht ist oder sie ihr Kind angeschrien haben und nehmen sich vor, es nicht wieder zu tun. Und doch erleben sich manche Eltern dabei, dass das Weinen des Kindes sie so triggert, dass bei ihnen selbst Emotionen hochkommen, die ihnen die Selbstregulation schwer machen, so dass sie ihre Kinder anschreien oder schlimmeres tun obwohl sie sich fest vorgenommen haben, es nicht zu tun. Sie wollten es doch so gern besser machen als ihre Eltern.
Warum kann mein Partner mich so triggern?

Partner*innen haben großes Trigger-Potential. Er oder sie kann sehr unschöne Gefühle in uns hervorrufen, weil wir ihm/ihr nahe und in Liebe verbunden und dadurch verletzbar sind.
Dabei wünschen wir uns vom Partner oft das am meisten, was wir als Kind zu wenig bekommen haben: Halt, Sicherheit, Nähe, Verbundenheit, Anerkennung, Würdigung, Freiheit, Einfluss,  Empathie und Integrität. Zu Anfang unserer Verliebtheit fühlt es sich so an, als könnte unser Partner uns all das schenken. Nach einer Weile oder nach Jahren merken wir, dass unser Partner auch eine andere Seite und das Potential hat, uns zu verletzen. Um zu vermeiden, dass wir wieder mit den Emotionen von Angst, Trauer, Scham, Schuld, Ärger und Verachtung in Kontakt kommen, begegnen wir unserem Partner mit unseren meist unbewussten Strategien, denn als Kind schon haben wir gelernt wie Beziehung geht. Und diese Schutzstrategien führen dazu, dass wir uns nicht in der emotionalen Tiefe vor dem*der Partner*in zeigen. Lieber streiten wir oder uns ziehen uns zurück, als dass wir unseren alten Wunden wieder begegnen und uns so fühlen wie damals.

Unsere Partner zeigen uns, dass unsere Überlebensstrategien heute nicht mehr stimmig sind. 

Leider - oder vielleicht doch zum Glück -  zeigt unser*e Partner*in uns durch sein*ihr Verhalten, dass unsere Schutzstrategien von damals für eine gesunde Partnerschaft nicht geeignet sind. Damals haben die Schutzstrategien uns quasi das Leben gerettet. Heute stehen sie uns für eine gesunde Partnerschaft im Weg. Um eine gesunde Partnerschaft leben zu können, dürfen wir uns also wieder mit den weggesperrten, kindlichen Emotionen verbinden und sie heilen. Dabei können die Partner sich sogar helfen, indem sie sich gegenseitig unterstützen, korrigierende Erfahrungen zu machen, während ich dabei helfe, den Raum für beide sicher zu machen.

Jeder übernimmt Verantwortung 

Das Paar entdeckt, dass nicht der/die jeweils andere Schuld ist am eigenen Leid sondern erkennt und fühlt seine eigene Verletzlichkeit und kann des/der Partner/in mitfühlen. So gelingt Verbindung in der Tiefe und jeder lernt, sich immer rascher selbst zu regulieren, ohne sich damit vor dem anderen zu verbergen sondern den/die andere an den inneren Vorgängen teilhaben zu lassen, sichtbar zu werden, ohne dem anderen die Verantwortung für sein Leid rüber zu schieben.

  • Der Ansatz der Traumasensiblen Paartherapie (TSPT) vereint verschiedene wissenschaftliche Zugänge.
  • Im Mittelpunkt des 5-stufigen Konzeptes zur Begleitung traumatisierter Paare steht die Auflösung der traumazentrierten Paardynamik.
  • Die Traumasensible Paartherapie (TSPT) geht auf Basis aktueller Erkenntnisse der Hirn-forschung davon aus, dass Streit und das Austragen von Konflikten das hyperaktivierte Stress-Verarbeitungssystem traumatisierter Menschen überfordert.
  • Anhand des Traum(a)Haus-Konzeptes arbeiten Paare mit den Methoden der TSPT, um die im limbischen System gespeicherten mehrgenerationalen Traumata zu erreichen und ebendort aufzulösen.
  • Die TSPT erklärt, welche Beziehungsmuster aus der Kindheit den Konflikten zugrunde liegen und wie und warum daraus Krisen entstehen.
  • Die TSPT erklärt, wie problematische Themen ohne Dispute gelöst werden können.

Paarberatung als Wachstumsprozess

Sich als Paar auf den Weg zu machen ist also ein Wachstumsprozess, der zwar mitunter anstrengend ist, aber sich lohnt, nicht nur für die Partnerschaft, auch für einen selbst und für die Kinder. Dieser Weg macht glücklich und schafft eine Verbindung auf tieferer Ebene, wenn das Paar das möchte und sich darauf einlassen kann.

Mein Mann und ich haben der Traumasensiblen Paartherapie viel zu verdanken.

Heute macht es mich glücklich, Paare auf ihrem Weg in den Frieden miteinander und in die Verbindung begleiten zu können.

Validierung

Um mich selbst ständig weiter zu entwickeln, nehme ich seit Jahren regelmäßig Supervisionen sowohl im Aufwindinstitut bei Frau Dr. Klees als auch in der emotionsfokussierten Gesprächsführung.


 


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